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Stellungnahme zum Mobilitätskonzept 2030 durch das City-Management vom 19. März 2018:

Einfahrt in die historische Innenstadt am Knotenpunkt Rottachstraße/Pfeilergraben/Kronenstraße und Verkehrssituation in der Kronenstraße

Das City-Management Kempten hat sich mit einem Schreiben an den Kemptener Oberbürgermeister, Herrn Thomas Kiechle, gewandt, um auf die derzeitige Eingangssituation in die historische Innenstadt im Bereich Rottachstraße/Pfeilergraben/Kronenstraße und die Verkehrssituation in der Kronenstraße hinzuweisen. Gleichzeitig bezieht der Verein damit Stellung zu den erarbeitenden Maßnahmen im Zuge des Kemptener Mobilitätskonzepts 2030.
Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick über die wesentlichen Inhalte des Schreibens.


     1. Einfahrtsituation Nördliche Innenstadt im Bereich Galeria Kaufhof

- Zu Beginn der 2000er Jahre bestand ein erheblicher funktioneller und baulicher Erneuerungsbedarf im Bereich Gerberstraße/In der Brandstatt.
- Im Jahr 2008 Aufnahme des Quartiers in das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren – Leben findet Innenstadt“. Ab 2012 Erweiterung auf die gesamte Nördliche Innenstadt rund um den Residenz- und Hildegardplatz.
- Ab 2010 Etablierung eines Quartiersmanagements Nördliche Innenstadt durch die Stadt und das City-Management, gemeinsam umgesetzt mit örtlichen Anliegern und Geschäftstreibenden.
- Hauptanliegen des City-Managements sowie der Lenkungsgruppe Nördliche Innenstadt war von Beginn an der Rückbau der Altstadteinfahrt Nord im Bereich Rottachstraße/Pfeilergraben/Kronenstraße/In der Brandstatt mit dem Ziel die dortigen überdimensionierten Verkehrsbauwerke mit Rampen und Untertunnelung zu beseitigen. Dieser Aspekt wurde im Rahmen der Voruntersuchung zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept Nördliche Innenstadt unter Punkt 2.1. Altstadteinfahrt Nord als langfristige Maßnahme aufgenommen.

Inhalte:
- Erreichbarkeit der Nördlichen Innenstadt sowie der Kronenstraße soll trotz Rückbaus weiter gewährleistet sein.
- Einfahrtsituation im Bereich der Straßenzüge In der Brandstatt/Kronenstraße/Heidengässele soll optimiert werden. Das City-Management fordert in diesem Kontext mehr Grünflächen zu schaffen und die Aufenthaltsqualität im dortigen Bereich zu erhöhen.
- Im Abschlussbericht zum Mobilitätskonzept 2030 von Dezember 2017 findet die Maßnahme der „Schaffung einer Eingangssituation in die historische Innenstadt auf der Rottachstraße und am Knotenpunkt Rottachstraße/Kronenstraße/Pfeilergraben“ unter Punkt V1.2 ebenfalls Berücksichtigung (Mobilitätskonzept 2030, S. 144).

Ziel:
- In Anlehnung an die im Mobilitätskonzept 2030 gefassten Maßnahmen fordert das City-Management, dass der Knotenpunkt auf Höhe Galeria zügig umgestaltet werden soll, wobei der Kreisverkehr in der derzeitigen Höhenlage weiter Bestand haben kann, um die Erreichbarkeit der Nördlichen Innenstadt weiter zu gewährleisten.


     2. Künftige Ausrichtung der Kronenstraße als Verkehrsachse im innerstädtischen Kontext:

- Wunsch des City-Managements ist keine dauerhafte Sperrung des zentralen Bereichs der Kronenstraße zwischen Rathausplatz und Gerberstraße, da Erreichbarkeit der Geschäftslagen in der Nördlichen Innenstadt deutlich eingeschränkt und deren Wettbewerbsfähigkeit gefährdet würde.
- Widerspruch zu der unter V1 im Mobilitätskonzept 2030 gefassten Maßnahme einer kompletten Sperrung dieses Teilbereichs der Kronenstraße an Werktagen zu gewöhnlichen Geschäftszeiten.
- Ebenfalls Ablehnung der beiden Alternativvarianten eines Einbahnstraßenbetriebs von Nord nach Süd, sowie in umgekehrter Richtung (Mobilitätskonzept 2030, S. 161 ff.).

Ziel:
- Bevorzugung einer Lösung, bei der der Verkehr durch bauliche Maßnahmen zusätzlich beruhigt und der Vorrangbereich für Fußgänger auf den Bereich zwischen Grünbaumgasse und Theaterstraße ausgeweitet und mittels verstärkter Verkehrsüberwachung durchgesetzt wird.
- Zur Verkehrs- und Lärmentlastung in den Abend- und Nachtstunden wird eine abendliche Sperrung mit Pollern zwischen Grünbaumgasse und Gerberstraße von 22 Uhr bis 6 Uhr für den motorisierten Individualverkehr befürwortet.


Das komplette Schreiben zum Download finden Sie hier.